Bereits vielfach vorgeschlagen wurde die Nutzung des Gütergleises von Neureut nach Mühlburg für Eilzüge als Entlastung der S1. Eine einfache Einfädelung in die DB-Strecke hätte den Nachteil, dass teure Zweisystemfahrzeuge eingesetzt werden müssten. Der Wunsch der DB, den Güterverkehr aus Bulach raus auf das Hochgleis zu verlagern, eröffnet allerdings eine Möglichkeit, eine Verbindung von Mühlburg zum Albtalbahnhof auf eigenem Gleis und vor allem unter Gleichstrom, d.h. mit preiswerteren bahnen, zu schaffen. Außerdem eröffnet sich hier zusätzliches Erschließungspotential an der Strecke.
Das Gleis von Neureut her kann über die bestehende Kurve (ehemaliges
Gleis Richtung Hildapromenade) an die S5-Strecke angebunden werden.
Dies gehörte nach letztem mir bekannten Stand DB Immobilien und würde nur als
teure Gewerbefläche verkauft.
Alternativ könnte man bis an das DB-Gleis fahren und zwischen Sportgelände und McDrive eine Verbindungskurve legen. Vorteile: Rheinstraße wird kreuzungsfrei unterfahren und man kann zusätzlich einen Systemwechsel einrichten zwischen diesem Gleis und dem Bahnhof Knielingen, damit eventuelle Stadtbahnen dort auf die folgende Strecke oder in die Stadt rein wechseln können. Mit einer Umstiegshaltestelle ergeben sich sehr vielschichtige Möglichkeiten von Eilzügen, s.u.
Für solche Bahnen gäbe es alternativ auch noch die Möglichkeit, über die Brücke im Zuge des Kurzheckweges auf das Straßenbahnnetz zu wechseln. Vorteil hiervon: Eine solche Linie könnte bei entsprechendem Takt die dort nur schwach genutzte Linie 5 ersetzen. Die 5 wiederum könnte als Verstärker z.B. nach Knielingen oder Rheinstetten andere Linien entlasten. Optional könnte eine Stadtbahn über das Gütergleis in den Rheinhafen wieder auf die DB-Strecke zurückgeführt werden.
Die Weiterführung unter den folgenden Brücken durch ist leider nur eingleisig
möglich. Platz kann geschaffen werden, indem der Gleisbogen der DB-Gleise
nach Süden verschoben oder leicht aufgeweitet wird, so dass das heutige
Gleis Wörth-Karlsruhe auf dem Ausziehgleis landet, das kurz vor der
Albbrücke endet und das heutige Gleis Karlsruhe-Wörth vom heutigen
Gegengleis kommt.
Das Gütergleis in den Rheinhafen wäre auch leicht zu verschwenken,
wofür das ehemalige Gleis in Richtung Pfannkuchstraße Platz bietet.
Somit könnte die eingleisige Stadtbahnstrecke das heutige Gleis
Karlsruhe-Wörth nutzen direkt neben der Südtangentenzufahrt.
Unter der Südtangentenbrücke ist ausreichend Platz für die Anbindung desselben.
Auf der Nordostseite der DB-Gleise liegt ein weiteres Ausziehgleis aus Richtung Güterbahnhof, das auch die Alb überbrückt, und zwar auf bautechnisch separater Brücke. Dieses könnte die Stadtbahn nutzen und somit noch vor der Albbrücke die beiden Durchgangsgleise wieder für die DB-Strecke freigeben. Die Strecke für den Rückschwenk sollte für akzeptable Radien reichen.
Günstig, weil in halbwegs fußläufiger Entfernung zum B-Zentrum Mühlburg und zum wachsenden Einkaufsgebiet um den Pro-Markt, wäre hier ein Haltepunkt. Für Einrichtungsfahrzeuge Richtung Mühlburg wäre Platz vorhanden, für die Gegenrichtung könnte der Halt wohl frühestens nach der letzten Brücke eingerichtet werden.
Anschließend könnte die Stadtbahn Gleise des Güterbahnhofs Karlsruhe-West
nutzen. Falls der restliche Güterverkehr zu mindestens einem Betrieb dort
die kürzliche Schließungswelle der DB Cargo überlebt hat, müsste der
künftig von der AVG abgewickelt werden.
Zweigleisigkeit dürfte bis mindestens Bulach durchgehend möglich sein.
Haltestellen könnten die bestehende Infrastruktur (Brücken) nutzen, z.B. in Höhe Zeppelinstraße (Halt KA-West), Junker-und-Ruh-Straße (Hardecksiedlung), Bannwaldbrücke (Umsteigen Linie 1, Media-Markt), L 605 (Wal-Mart). Eine Brücke neu bauen müsste man bei einem Haltepunkt Grünwinkel in Höhe Mörscher Straße.
Die Durchfahrung von Bulach sollte technisch breit genug für zwei
Gleise sein. Ob dies verkehrlich notwendig bzw. politisch machbar ist,
soll hier unbeantwortet bleiben.
Eine weitere Haltestelle in Höhe Litzenhardstraße erschließt Bulach,
ggfs. versetzt.
Eine Verlängerung der Linie 1 bis kurz vor die Unterführung unter dem Hauptgleis Richtung Wörth könnte die Schienenanbindung Bulachs komplettieren.
Die Unterquerung der DB-Gleise nach Bulach kann dann nur eingleisig erfolgen. Der genaue weitere Verlauf hängt auch vom Schicksal der Rangieranlagen der DB ab, die diese wohl größtenteils aufgeben will. Soll die Einfahrt zu den Rangiergleisen unverändert bleiben, dann könnte unsere Gleichstromstadtbahn vorher das heutige Gleis verlassen und den wohl nur als Wartungsweg dienenden Weg über der Südtangente nutzen.
Die Einfädelung in die Strecke der S1 kann je nach Platz ein- oder zweiseitig erfolgen. Man sollte bei dem anstehenden Umbau der Unterführung Schwarzwaldstraße darauf achten, dass diese Einfädelung evtl. noch erleichtert wird.
Diese Einfädelung könnte man je nach weiterem Schicksal der Güteranlagen auch für eine zweite Strecke nach Ettlingen nutzen ohne Hbf-Durchfahrung und unter Erschließung von Weiherfeld. Eine weitere Option: auf Gütergleisen bis Hagsfeld (S2).
Die minimal notwendigen eingleisigen Abschnitte sind im Westen 600-700 m
und im Osten 800-1000 m lang, beide zügig befahrbar,
im Westen evtl. mit Haltestelle.
Die Durchfahrungszeit dieser Abschnitte dürfte somit um eine Minute liegen.
Die Situation ist mit der der S5 vergleichbar
und den eingleisigen Abschnitten dort mit 10-Minuten-Takt.
Somit dürfte ein 10-Minuten-Takt machbar sein, vielleicht sogar mehr.
Die Bevölkerungsdichte entlang der Strecke hat von sich aus vermutlich ein Potential, das mit einem 20-Minuten-Takt wohl schon ausreichend bedient wäre, der sich schon aus einer Kombination von wenigen Eilzügen nach Neureut und Wörth ergeben könnte. Lässt man diese durchfahren, könnte auch eine 20-Minuten-Takt-Linie Rheinhafen-Hauptbahnhof-... die lokale Erschließung übernehmen. Die 5 stattdessen als Verdichter auf anderen Strecken. Im nachfolgenden Konzept der Neuordnung der Einsystem-Stadtbahnlinien käme die Strecke auch für eine 10-Minuten-Takt-Linie Neureut-Hbf-City in Frage. Zusätzliche wenige Eilzüge sollten auch dann kein Problem sein, z.B. (Germersheim-)Wörth-Hbf mit einer kundenfreundlichen Umstiegsmöglichkeit in der Starckstraße oder auch Eilzüge der S5 an Knielingen vorbei zur Kaiserallee oder Neureut-Hbf.
Nimmt man die potentielle Neubaustrecke in der Pulverhausstraße hinzu, dann decken beide Strecken zusammen einen großen Teil der kleineren Siedlungsgebiete im Südwesten ab. Wenn man zusätzlich die Linie 1 bis zum Friedhof Bulach verlängert, dann sind die Bedienungslöcher zwischen den 300-m-Kreisen in Grünwinkel und Bulach nur noch relativ klein, auch im Vergleich zu anderen Löchern in der Stadt, so dass hier evtl. der Bus entfallen kann.
Einige abgelegene Ecken der Heidenstückersiedlung und von Oberreut könnte man dann z.B. mit einer durchgehenden Südbuslinie verbinden, die den Wald durchfährt analog zur Planung zwischen Hohenwettersbach und Bergwald. Diese könnte verlängert werden, im Westen durch das Bedienungsloch zwischen S2 und 2 bis evtl. in den Rheinhafen. Wenn man die sich durch die Einfädelung von hinten in den Albtalbahnhof ergebende Option eines Eilzuges nach Ettlingen nutzt und mit diesem 2-3 Haltestellen im Weiherfeld nutzt, könnte dieser Südbus zum Dammerstock weiterfahren und evtl. weiter in den unbedienten Osten Rüppurrs, z.B. Diakonissenstr., Hauffstr. und Heinrich-Heine-Ring.
Im großen und ganzen immer noch aktuell. Nur bzgl. Weiterführungsoption der Linie 1 nach Bulach-Süd und Führung des Südbusses habe ich aktuellere Ideen.
Im großen und ganzen immer noch aktuell. Über die Idee der Verlegung des Gütergleises (Voraussetzung für einen praktischeren Gleichstrombetrieb auf dieser Strecke) hörte man schon lange nichts mehr. Von Bulachern Bürgern kamen aber dazu Gegenargumente bzgl. Lärmbelastung und Gefährdung, wenn Güter über das Hochgleis südlich von Bulach fahren würden. Dazu meine Idee:
Das Gütergleis wird südlich des Hochgleises hochgeführt (r ca. 200m), aber zunächst nicht ganz hoch. Erst kurz vorm Autobahnzubringer soll es die Höhe des Hochgleises erreichen. Das alte Hochgleis "schützt" so Bulach vor Lärm und bei Unfällen. Geopfert würde eine Halle auf einem städtischen Gelände: ersetzbar.